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Workshops 2026

Wir befinden uns momentan in der Planung. Hier finden sich die bereits zugesagten Workshopangebote für 2026, es werden noch mehr dazu kommen.

Gesprächsformat

Creative Communities
© Jonathan Dentler

mit Charlotte Daun

Was passiert, wenn Menschen gemeinsam kreativ sind?

Kreativität wird heute oft als individuelle Fähigkeit verstanden. In vielen gesellschaftlichen Bereichen wird sie oft mit Innovation, Wettbewerb und persönlicher Exzellenz verbunden. Demgegenüber stehen künstlerische Praktiken, in denen Kreativität als kollektiver Prozess entsteht – etwa im Kontext von Community Arts: kollektiv, lokal verankert und beziehungsorientiert.

Ausgehend von Ansätzen der Kulturtheorie und kritischen Pädagogik wird die Frage gestellt, inwiefern Kreativität auch als politische Praxis verstanden werden kann. Gemeinsames Musizieren könnte in diesem Sinne Räume eröffnen, in denen dominante Vorstellungen von künstlerischem Wert, Autorschaft und Teilhabe hinterfragt oder neu verhandelt werden. Kann Kreativität eine Form des Widerstands sein – nicht unbedingt durch Protest, sondern durch gemeinsames schaffen (neuer) soziale Räume, Beziehungen und Möglichkeiten? Mit im Zentrum steht dabei auch die Frage nach Macht und Bewertung: Wer entscheidet eigentlich, was „gute“ Kunst ist?

Der Workshop soll Impulse geben, Gesprächsräume öffnen und inspirieren, kreativ zu werden.

Charlotte Daun ist als freischaffende Musikerin und im Bereich der Community Arts unterwegs. Mit ihrer Harfe bewegt sie sich zwischen Folk, Jazz ud Word Music und ist immer auf der Suche nach neuen Impulsen. Sie studierte in Köln den Masterstudiengang Musikethnologie und verbrachte das letzte Jahr in Irland, wo sie einen zweiten Master in Community Music an der Irish World Academy absolvierte.

Musik

Gesangsworkshop
© Alexa Stümpfe

mit Jessica Jäckel

Die Natur ist doch das Schönste! Wir lauschen in unsere Klangkörper hinein und bringen sie zum tönen. Dabei singen wir Lieder, die eine Verbindung zur Schönheit der Natur und Kraft des Lebens haben. Seien es Volkslieder, die durch ihre Zärtlichkeit oder blumige Bildsprache betören, kraftvolle Melodien oder auch wohlsam anmutende Lieder. Das Ganze gehen wir spielerisch an und binden auch improvisatorische Elemente ein um miteinander in die Resonanz zu gehen. Ob mit oder ohne Singerfahrung, seid ihr alle herzlich in den Gesangsworkshop eingeladen.

Jessica Jäckel ist Sängerin und Waldzitherspielerin. Als Rocksängerin graste sie über viele Jahre die Berliner Clublandschaft ab und machte dann eine fröhliche
Kehrtwende hin zu traditionellem Liedgut und den leisen Tönen. Mit dem Trio Tworna wendet sie sich der Interpretation von altem Liedgut und deutschen
Volksliedern zu. 2021 erhielt ihre Band den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Als Singleiterin bei Singende Krankenhäuser e.V. widmet sie sich auch dem heilsamen und gesundheitsfördernden Singen. Sich mit ihrer Stimme auf vielen Ebenen zum Ausdruck zu bringen ist ihr eine große Freude.

Melodien aus alten Notenhandschriften
© Björn Kaidel

mit Regina Kunkel

Aus staubigen Manuskripten raus in die Welt – in diesem Kurs lernt ihr handverlesene Melodien aus verschiedenen Notenhandschriften aus dem deutschsprachigen Raum. Regina wird mit euch Melodien erwecken, die lange zwischen den Seiten geschlummert haben und euch zeigen, wie ihr auch selbst auf die Suche nach ihnen gehen könnt. Nach diesem Kurs seid ihr startklar, um in der nächsten Jam-Session ein paar deutsche Tunes in den Mix zu werfen!

Regina unterrichtet nach Gehör, teilt aber am Ende gerne Noten aus für alle, die möchten.

Regina Kunkel hat sich vor vielen Jahren Hals über Kopf in die Nyckelharpa verliebt. Das tiefe Eintauchen in die schwedische Folkmusik hat sie dazu inspiriert, auch in Deutschland auf die Suche nach  traditioneller Musik zu gehen. Sie spielt mit ihrem Duo Akleja europaweit Auftritte und zählt zu Deutschlands aktivsten Nyckelharpa-Spieler*innen und -lehrer*innen. Besonders geprägt ist sie durch den langjährigen Privatunterricht von Josefina Paulson.

Tune Writing

mit Ulli Buth

Wir komponieren unseren eigenen Festival-Tune!

Folkmusik besteht nicht nur daraus, alte Melodien hervorzukramen und diese auf den Bühnen und in den Sessions hier und heute zu spielen – in einer lebendigen Tradition entstehen ständig auch neue Melodien, die die Tradition fortschreiben.

Genau das machen wir mit Ulli Buth in diesem Workshop: Wir komponieren einen eigenen Tune! Wenn du ein Instrument spielst – egal, auf welchem Niveau – und Lust hast, mit anderen zusammen kreativ zu sein, kannst du vielleicht am nächsten Session-Hit mitschreiben.

Ulli Buth ist Fiddlerin, Sängerin und Multi-Instrumentalistin u.a. im Trio Borealis und bei Wide Range. Sie unterrichtet Fiddle in Hamburg und online, hat den Fiddle School Club ins Leben gerufen und leitet gemeinsam mit der Gitarristin Hilke Billerbeck das Hanse Folk Collective, ein Folkorchester, das seit mittlerweile 6 Jahren in Hamburg aktiv ist.

Tanz

Balfolk Intro 1

mit Ursula Suchanek

Herzlich willkommen zum Balfolk-Crashkurs!

Hier könnt ihr ohne Vorkenntnisse einfach lostanzen und in Kürze ein paar der wichtigsten Tänze kennenlernen, denen ihr dieses Wochenende begegnen werdet. Freude an der Musik und dem Miteinander sind der Treibstoff, feste Tanzpartner*innen braucht ihr nicht. 

Ursula Suchanek lebt und arbeitet als Musikerin und Tänzerin in Frankfurt (Oder). Mit der Geige aufgewachsen fand sie während des Studiums in der europäischen, vor allem aber regionalen Tanzmusik eine musikalische Heimat, die seitdem ihren kreativen Schwerpunkt darstellt. Von Anfang an faszinierte sie am meisten das Zusammenspiel zwischen Musik und Tanz, sowie die Verbindung von Tradition und Improvisation über National- Zeit- und Stilgrenzen hinweg. Ein Studiums des traditionellen Tanzes am Eric-Sahlström-Institut in Schweden gab ihr die Möglichkeit dieser Faszination weiter zu folgen. Neben ihrer Tätigkeit als (Tanz-)Musikerin u.a. mit Vivien Zeller als Duo TradTöchter ist sie im In- und Ausland als Dozentin unterwegs.

Balfolk Intro 2
© Jelena Milliet

Die Familie Gerstenberg spielt traditionelle und eigene Musik zum Tanzvergnügen. Walzer, Schottisch, Bourrée oder Mazurka, mal kraftvoll als Band gespielt, mal solistisch und fein. Abwechslung steht bei dieser fidelen Familie an erster Stelle. Mit Pfeifen, Balg und Saiten weben sie einen Klangteppich, auf dem sich lustvoll tanzen läßt.

Das Trio aus Frankfurt (Oder) sieht sich in der zentraleuropäischen Tanzmusik verwurzelt. Alle drei Musiker schreiben Melodien, die die traditionellen Formen aufgreifen. Diese zelebrieren sie mal besinnlich fein, mal groovend kraftvoll. Immer hingebungsvoll und virtuos gespielt in abwechslungsreichen Arrangements und stets absolut tanzbar.

Nordische Quadrillen
© Ivan Boll

Nordische Quadrille-, Reihen- und Kreistänze mit Floating Sofa Quartett

Wie in den meisten Teilen Europas gibt es auch in Dänemark, Schweden und Finnland eine Vielzahl  traditioneller Figuren- und Formationstänze. Diese großen Gesellschaftstänze sind 

sehr leicht zu erlernen und bieten eine ganz eigene Art der Erfüllung – und jede Menge Spaß!

In diesem Workshop führen euch Mitglieder des Floating Sofa Quartets durch einige ihrer persönlichen Favoriten dieses Genres. Einige davon könnten für den Tanzabend am Freitag noch nützlich sein!

Nordisches Folk-Menuett

mit Vivien Zeller und Ursula Suchanek

In den Tanzmusikhandschriften des  18. Jahrhunderts findet man europaweit eine erstaunlich hohe Anzahl Polonessen und Menuette. Dies läßt den Schluß zu, daß auch auf dem Lande eine Version dieser eher als höfisch bekannten Tänze beliebt gewesen sein muß. Das ländliche „Folk-Menuett“ wurde seit den 60 er Jahren in Schweden aus Tanzbeschreibungen rekonstruiert, seitdem unterrichtet und bei Tanzveranstaltungen getanzt. Seit einigen Jahren steigt die Begeisterung  am Menuett  auch in Deutschland. Dieser grazile, schwungvolle und spielerische Tanz eignet sich nach einiger Eingewöhnung schnell zum experimentieren, improvisieren und einfach zum vergnügten Tanzen.  Die Tänzer bewegen sich im Paar gefasst oder ungefasst in bestimmten Raumwegen und Figuren umeinander herum. Die Spannung entsteht durch bewußtes miteinander tanzen und dadurch entstehende Improvisation.

Vivien Zeller und Ursula Suchanek beschäftigen sich seit vielen Jahren mit traditioneller Musik und Tänzen aus Norddeutschland, Skandinavien u.a. europäischen Ländern. Für sie ist Musik und Tanz eine untrennbare Einheit. In vielen verschiedenen Kursen  unterrichteten sie in den vergangenen Jahren erfolgreich und mit viel Liebe Tanzmusik und Tanz.  Schwedische Tänze hat Vivien bei Intensivkursen mit den schwedischen Tanzlehrern Andreas Berchthold, Anton Schneider, Mona Lundberg und Anna Nyander gelernt.  Ursula war bei der 9 monatigen Tanzausbildung in Tobo (Schweden). Die beiden Geigerinnen haben sich als musikalische- und als Tanzpartner gefunden und sind ein eingespieltes Team.

Deutsche Tänze im Balfolk

mit OS Dorfmusik

Die Balfolk-Bewegung war eigentlich mal so gedacht, dass ein Kanon von Tanzformen und Tänzen, die immer wieder gespielt werden, ergänzt wird von regionalen Besonderheiten, wo der Balfolk gerade stattfindet. Zumindest in Frankreich ist das auch heute noch der Fall. 
Im weiteren Europa allerdings und speziell auch in Deutschland gibt es einen Einheitsbrei mit den immer gleichen Tänzen, was immer mehr guten Tänzerinnen und Tänzern allmählich Schweißperlen der Langeweile nach dem 5. Fröhlichen Kreis an einem Abend auf die Stirn treibt.
In diesem Workshop mit Livemusik von der OS-Dorfmusik wollen wir uns damit beschäftigen, welche alten oder neuen deutschen Tänze das Potential haben, bei Folkbällen in Deutschland getanzt zu werden. Weil wir in Norddeutschland leben und tanzen wird es hauptsächlich um Tänze aus nord- und mitteldeutschen Regionen gehen, sowie um Neuschöpfungen der Osdorfer Tanzwerkstatt für neue deutsche Tänze. Der Tanzworkshop wird unterstützt vom Bundesverband für Deutsche Tänze (www.bvfdt.de)